
Periskope-Team
Mit der WhatsApp-Gruppen-API (Groups API) können Unternehmen WhatsApp-Gruppen über die WhatsApp Business Platform per Programmierschnittstelle anlegen und verwalten.
Zugang bekommst du nur mit einem Official Business Account (OBA) und einer passenden Cloud-API-Nummer. Dazu kommen feste Grenzen bei Gruppengröße, Gruppenerstellung, Teilnehmerverwaltung und Nachrichtenversand.
Hier erfährst du alles zu Berechtigung, OBA-Voraussetzungen, aktuellen Limits und Preisen der Gruppen-API und dazu, was du tun kannst, wenn sie nicht zu deinem Anwendungsfall passt.
Kurz gesagt: die WhatsApp-Gruppen-API im Überblick
Wer die WhatsApp-Gruppen-API nutzen darf
Für die Gruppen-API braucht dein Unternehmen einen Official Business Account (OBA).
Ein verifiziertes Meta-Business-Konto, ein freigegebener WhatsApp-Anzeigename oder der Zugang zur WhatsApp Business Platform machen dich aber noch nicht automatisch zum OBA.
1. Was bedeutet OBA?
Den OBA-Status vergibt Meta an etablierte und bekannte Unternehmen auf WhatsApp. Bei der Prüfung zählen unter anderem:
Die Unternehmensverifizierung
Ein freigegebener Anzeigename
Die Bestätigung in zwei Schritten für die Telefonnummer
Wie lange das Unternehmen schon auf der WhatsApp Business Platform aktiv ist
Ob das Unternehmen bekannt ist und authentisch auftritt
Die OBA-Berechtigung ist also mehr als eine abgeschlossene Unternehmensverifizierung.
2. OBA-Abzeichen und tatsächlicher API-Status
Wenn du die Berechtigung über die API prüfst, solltest du noch auf ein weiteres Detail achten.
WhatsApp liefert mehr als ein Feld zum Status des Unternehmenskontos, darunter is_official_business_account und oba_status. Beide sagen nicht immer dasselbe aus.
Es kann sein, dass ein Konto in einem Feld als offizielles Unternehmenskonto markiert ist, oba_status aber keinen aktiven OBA-Status zeigt.
Wenn du eine automatische Prüfung baust, verlass dich nicht auf ein einzelnes Boolean-Feld. Prüf den tatsächlich zurückgegebenen OBA-Status und stell sicher, dass Telefonnummer und Konto die Voraussetzungen der Gruppen-API erfüllen.
Sonst zeigt ein Dashboard oder eine Integration ein Unternehmen womöglich als „offiziell“ an, obwohl das Konto die Gruppen-API gar nicht nutzen kann.
3. Du brauchst eine Cloud-API-Nummer
Die Gruppen-API funktioniert mit Nummern der WhatsApp Cloud API.
Eine Nummer, die über die WhatsApp Business App läuft, kann die Gruppen-API nicht nutzen. Auch mit Coexistence unterstützt Meta die Gruppen-API derzeit nicht.
Wenn dein Unternehmen seine Nummer heute in der WhatsApp Business App verwaltet, kannst du dieses Setup also nicht einfach an die Gruppen-API anschließen. Die Nummer braucht ein passendes Cloud-API-Setup.
Checkliste: Bist du berechtigt? Bevor du etwas auf Basis der Gruppen-API entwickelst, prüf Folgendes:
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WhatsApp-Gruppen, Chats und Nummern im großen Stil verwalten
Limits und Einschränkungen der WhatsApp-Gruppen-API
Erfüllt dein Unternehmen die Voraussetzungen, stellt sich die nächste Frage: Passt die API überhaupt zu deinen Abläufen?
1. Höchstens 8 Teilnehmer pro Gruppe
Eine Gruppe über die Gruppen-API hat höchstens 8 Teilnehmer, die Unternehmensnummer mitgezählt. Bleiben also maximal 7 weitere Personen.
Damit eignet sich die API eher für kleine, fokussierte Unterhaltungen als für große Kunden-Communitys.
Zum Beispiel:
Ein Kunde und das Support-Team
Ein kleines Projektteam
Ein Händler und seine Kundenbetreuer
Eine kleine Gruppe von Kunden, die gemeinsam das Onboarding durchlaufen
Brauchst du eine WhatsApp-Gruppe mit 50 oder 500 Mitgliedern, fällt die Gruppen-API wegen dieses Limits raus.
2. Bis zu 10.000 Gruppen pro Unternehmensnummer
Eine einzelne Unternehmensnummer der WhatsApp API kann über die Gruppen-API bis zu 10.000 Gruppen anlegen.
Noch eine Regel: Eine Gruppe kann nur zu einem Unternehmen in der Cloud API gehören. Zwei verschiedene Unternehmenskonten können dieselbe Gruppe weder teilen noch gemeinsam verwalten.
3. Teilnehmer kommen nur per Einladung
Über die Gruppen-API kann das Unternehmen niemanden direkt zu einer Gruppe hinzufügen.
Wenn du eine Gruppe anlegst, erzeugt WhatsApp einen Einladungslink. Den schickst du an die gewünschten Teilnehmer. Optional kannst du Beitrittsanfragen freigeben lassen, wenn du jede Anfrage vorher prüfen willst.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen legt für einen Neukunden eine Gruppe an und schickt ihm den Einladungslink über eine freigegebene WhatsApp-Vorlage.
4. Nur 3 angeheftete Nachrichten
Die Gruppen-API unterstützt angeheftete Nachrichten, allerdings höchstens 3 pro Gruppe.
Heftest du eine vierte Nachricht an, löst WhatsApp automatisch die älteste. Jede angeheftete Nachricht bleibt 1 bis 30 Tage aktiv.
5. Eigene Rate Limits für die Gruppen-API
Für Gruppenvorgänge gelten eigene Rate Limits. Führt eine Telefonnummer in kurzer Zeit zu viele Gruppenvorgänge aus, kann die API Fehler 131208, Group Rate Limit Hit zurückgeben.
Das ist unabhängig von deinem allgemeinen Nachrichtendurchsatz in der Cloud API. Ein hoher Durchsatz hebt die Limits für Gruppenvorgänge nicht auf.
6. Meta kann das Anlegen von Gruppen vorübergehend sperren
Meta kann einem Unternehmen vorübergehend verbieten, neue Gruppen anzulegen, wenn sein WhatsApp Business Account (WABA) in den letzten 7 Tagen innerhalb des Kundenservice-Fensters zu viele Marketingnachrichten verschickt hat.
Das zeigt sich als Fehler 131214.
Wenn deine Abläufe stark davon abhängen, laufend neue Gruppen anzulegen, solltest du dieses Limit fest einplanen.
So rechnet Meta die WhatsApp-Gruppen-API ab
Bei der normalen Abrechnung der WhatsApp Cloud API zahlst du für jede Nachricht, die bei der angeschriebenen Person ankommt (seit dem 1. Juli 2025 rechnet Meta pro Nachricht ab, nicht mehr pro 24-Stunden-Unterhaltung).
Eine Person, eine abrechenbare Nachricht.
Bei Gruppen ist das anders.
Schickst du eine Nachricht in eine Gruppe, rechnet WhatsApp sie als separate Zustellung an jede Person in der Gruppe ab, nicht als eine einzige Nachricht.
Ein Update in eine volle Gruppe mit 8 Personen (dein Unternehmen plus 7 weitere) zählt also als 7 abrechenbare Zustellungen, nicht als 1.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen, das jeden Monat 100 Updates in eine volle Gruppe mit 8 Personen schickt, zahlt nicht für 100 Nachrichten. Es zahlt für bis zu 700 abrechenbare Zustellungen, also genauso viel wie für 700 einzelne Nachrichten im Einzelchat.
Die Kosten wachsen mit der Zahl der Personen, die du über alle Gruppen erreichst, nicht mit der Zahl deiner Sendevorgänge. Ab dem 1. Oktober 2026 werden außerdem Service-Nachrichten (freie Antworten innerhalb des 24-Stunden-Fensters) berechnet, sobald die ersten 1.000 kostenlosen pro Unternehmensnummer und Monat aufgebraucht sind, zum Utility-Tarif des jeweiligen Markts. Hier liest du, was sich am 1. Oktober geändert hat.
Kein OBA-Status oder Limits zu eng? Das sind deine Optionen
Hat dein Unternehmen noch keinen OBA-Status, läuft es über die WhatsApp Business App oder nutzt es Coexistence, steht dir die Gruppen-API im Moment nicht zur Verfügung, egal wie gut dein Setup sonst ist.
Und selbst mit OBA-Status schließt die Grenze von 8 Teilnehmern alles aus, was größer ist als eine kleine, klar umrissene Gruppe.
Für eine Support-Eskalation mit einer Handvoll Leuten reicht das. Eine Community, eine Kohorte oder eine Kundengruppe nennenswerter Größe passt nicht hinein.
Wenn du schon aktive WhatsApp-Gruppen hast, kann dein Team sie mit Periskope im großen Stil verwalten.
Periskope verbindet normale WhatsApp-Nummern und WhatsApp-Business-Nummern über die Funktion „Verknüpfte Geräte“. So verwaltet dein Team die Gruppen und Chats, die auf diesen Nummern schon laufen.
Du holst diese Unterhaltungen in einen gemeinsamen Workspace, vergibst Tickets und Aufgaben, leitest Nachrichten an Teammitglieder weiter, automatisierst Abläufe und verwaltest Tausende WhatsApp-Gruppen an einem Ort.
Das ist ideal für Unternehmen, die ihre bestehenden WhatsApp-Gruppen im Team betreuen wollen, statt über die Gruppen-API neue anzulegen.
Einen ausführlichen Vergleich beider Wege findest du in Normale WhatsApp-Gruppen vs. WhatsApp-Gruppen-API.
Häufige Fragen
1. Was bedeutet ein Official Business Account (OBA) bei WhatsApp?
OBA ist ein Status, den Meta an etablierte, bekannte Unternehmen auf der WhatsApp Business Platform vergibt.
Voraussetzung sind Unternehmensverifizierung, ein freigegebener Anzeigename, die Bestätigung in zwei Schritten und eine gewisse Historie auf der Plattform. Selbst wenn du all das erfüllst, ist der OBA-Status aber nicht garantiert.
2. Mein Unternehmen ist verifiziert. Warum habe ich trotzdem keinen Zugang zur Gruppen-API?
Unternehmensverifizierung und OBA-Status sind zwei verschiedene Dinge. Prüf direkt das Feld oba_status und verlass dich nicht auf ein Abzeichen. Das kann nämlich auch über Meta Verified erscheinen, ohne dass eine vollständige OBA-Freigabe vorliegt.
3. Kann ich die WhatsApp-Gruppen-API mit der WhatsApp Business App nutzen?
Nein. Die Gruppen-API setzt eine normale Cloud-API-Nummer voraus. Für Nummern aus der Business App oder Coexistence-Setups ist sie nicht verfügbar.
4. Brauche ich für die WhatsApp-Gruppen-API 100.000 Nachrichten pro Tag?
Nein. In der aktuellen Dokumentation von Meta zur Gruppen-API taucht keine Schwelle von 100.000 Nachrichten als eigene Voraussetzung auf. Entscheidend für das Unternehmenskonto ist der OBA-Status, dazu kommt das nötige Cloud-API-Setup.
5. Wie viele Gruppen kann eine WhatsApp-Unternehmensnummer anlegen?
Bis zu 10.000 Gruppen pro Unternehmensnummer.
6. Wie berechnet sich der Preis der WhatsApp-Gruppen-API?
Pro Empfänger, nicht pro gesendeter Nachricht. Eine Nachricht an eine Gruppe mit 8 Personen wird als bis zu 7 Zustellungen abgerechnet, nicht als eine.
7. Warum kann ich in einer Gruppe der Gruppen-API niemanden direkt hinzufügen?
Es gibt keinen Endpunkt zum Hinzufügen von Teilnehmern. Teilnehmer treten über einen Einladungslink bei, den sie selbst annehmen müssen.
8. Kann ich eine bestehende WhatsApp-Gruppe in die Gruppen-API übernehmen?
Nein. Die Gruppen-API ist dafür gedacht, neue, über die API verwaltete Gruppen anzulegen. Bestehende WhatsApp-Gruppen und ihre Mitgliederlisten lassen sich nicht importieren. Wenn du schon aktive WhatsApp-Gruppen hast, verwaltet Periskope genau diese Gruppen, ganz ohne Umzug.
Teste Periskope kostenlos und sieh dir an, wie es mit deinen eigenen Gruppen funktioniert.







